Pal Engjelli

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Pal Engjell im Skanderbeg-Museum in Kruja

Pal I. Engjell ( italienisch Paolo Angelo , lateinisch Paulus Angelus ; * Drisht 1416; † vor dem 24. Marz 1469) war Archidiakon von Durres (1457?1460), Erzbischof von Durres (1460?1469), papstlicher Legat in Albanien und Gjergj Kastriotis Berater und Botschafter (1464?1468) in Rom , in Mailand , Neapel und in Venedig .

Die Herkunft der Engjelli ( Pl. von Engjell) ist unklar. Die Familie gehorte wohl dem Patriziat von Drisht [Anm. 1] an, was aus einem venezianischen Dokument aus dem Jahr 1455 hervorgeht als Andrea I. Engjell (Vater von Pal I.) als ?miser“ [Anm. 2] bezeichnet wurde. [1] Allerdings gibt es kein im Archiv von Venedig aufbewahrtes Dokument uber Drisht, das bestatigt, dass sie wie andere albanische Familien einen eigenen Staat besessen haben, was die Nachkommen der Engjelli in der Mitte des 16. Jahrhunderts allerdings behaupteten. [2]

Pal I. Engjell, Sohn von Andrea I. [3] und Dona Thia (Dorothea), wird als harter, gebildeter und ehrgeiziger Mann beschrieben. [4] Uber seine Kindheit und Jugend ist nur wenig bekannt. Nach dem katholischen Priester und Geschichtsschreiber Marinus Barletius stammte er aus Drisht [Anm. 3] , nach dem italienischen Kirchenhistoriker Daniele Farlati soll er seine Jugend in Konstantinopel verbracht und sich nach der Einnahme der Stadt durch die Osmanen (1453) nach Epirus zuruckgezogen haben [Anm. 4] [3] , Behauptung, die sich laut dem Schweizer Osteuropa - Historiker Oliver Jens Schmitt ? nicht uberprufen lasst “. [5]

Papst Calixt III.

Pal I. Engjell wird erstmals im April 1456 erwahnt, als er als Presbyter von Drisht den unierten Erzbischof der Krajina (historisch-geografische Region Kroatiens ) nach Rom begleitete. [5] [6]

Nach dem byzantinischen Historiker und Albanologen Giuseppe Valentini wurde Pal I. Engjell wahrend der Organisation der Kreuzzuge von Papst Calixt III. (1455?1458) am 17. April 1456 mit der Sammlung von Hilfsgutern fur die Kreuzfahrer in Albanien, Dalmatien und Serbien beauftragt und am 17. November 1457 wurde das von ihm und mit Hilfe anderen gesammelte Geld Skanderbeg uberreicht. [7] 1457 erscheint Pal I. als Archidiakon von Durres. [8] Von Papst Pius II. (1458?1464) erhielt Pal I. Engjell den Titel ? iudex Illyrice regionis “ (Richter des illyrischen Landes) und nannte sich in seinen Urkunden ? Paulus Angelus miseratione diuina archiepiscopus Dyrrhachiensis et illirice ac conservator “ (Paul Angelo, von Gottes Gnaden, Erzbischof von Durres und illyrischer Konservator). [9]

Konzil von Mantua

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Papst Pius II. Olgemalde auf Leinwand von Jacopo Palma der Jungere in der Kirche Santa Maria Assunta in Cannaregio , Venedig (zwischen 1620 und 1625)

Das Konzil von Mantua wurde am 1. Juni 1459 von Papst Pius II. einberufen, um einen Feldzug gegen die Osmanen zu organisieren, die 1453 Konstantinopel erobert hatten. Sein Appell richtete sich an die europaischen Herrscher, nicht langer gegeneinander zu kampfen, sondern sich gegen den gemeinsamen Feind der Christenheit zu vereinen. Von allen christlichen Konigen und Fursten, die er wiederholt und eindringlich eingeladen hatte, war nicht einer erschienen und hatten es auch nicht fur notig gehalten, mit Vollmachten versehene Gesandtschaften zu entsenden, so dass das Konzil wegen mangelnder Teilnahme vorubergehend ausgesetzt werden musste. [10]

Am 14. Januar 1460, am Ende des Konzils von Mantua, proklamierte Papst Pius II. mit der Bulle ?Ecclesiam Christi“ einen dreijahrigen Heiligen Krieg gegen die Osmanen [Anm. 5] an dessen Spitze Skanderbeg treten sollte. [11] Zusammen mit Pius II. schmiedete Pal I. einen Kreuzzugsplan, der letztendlich am Tod des Papstes († 14. August 1464) scheitern sollte. [12]

Keiner der abendlandischen Fursten hatte es versaumt, seine Bereitschaft zum Kreuzzug zu verkunden, aber keiner von ihnen hatte dann auch wirklich gehandelt, da sie mit ihren eigenen Problemen konfrontiert waren: Herzog Philipp III. von Burgund empfand den franzosischen Konig Ludwig XI. als Bedrohung. Der neapolitanische Konig Ferdinand I. war gerade erst mit Skanderbegs Hilfe als Sieger aus den jahrelangen Kampfen um den Thron hervorgegangen und daher politisch noch immer geschwacht. Die Republik Florenz war den Osmanen zugeneigt, weil sie Venedig, Handelsmacht der Levante , verdrangen wollte und die Republik Venedig vermied es, sich zu sehr an den Papst und seinen Kreuzzug zu binden und hoffte vielmehr, das Unternehmen zum eigenen Vorteil nutzen zu konnen. Francesco Sforza , Herzog von Mailand , beteiligte sich nur zogernd an dem papstlichen Unternehmen. Grund dafur war die unsichere Lage in Italien, insbesondere im Hinblick auf den venezianischen Rivalen. [13] [14]

Buntglasdarstellung von Papst Callixtus III, Skanderbeg und Pal Engjelli (im schwarzen Gewand) in der Mutter-Teresa-Kathedrale in Prishtina

Am 19. Marz 1460 wurde Pal I. Engjell (? baccalaureus in decretorum “) zum 31. Erzbischof von Durres und der illyrischen Region (? archiepiscopum Dyrrhachiensem et Illyricae regionis “) [15] und damit zum Oberhaupt der katholischen Kirche in Mittelalbanien ernannt. [Anm. 6] [3] [16] Am 2. April 1460 stiftete der Erzbischof der Kirche von Durres 50 Gulden und einige Tage spater dem Kloster des Hl. Johannes von Stivalio (heute Shtoj) in der Diozese von Drisht 60 Gulden. [16]

Als Pal I. Engjell sein Amt im venezianischen Durres [Anm. 7] antrat, hatte die Stadt mit ihrem wichtigen Hafen ihren antiken Glanz verloren, galt aber als einziger Zufluchtsort von Albanien, da die osmanische Front immer naher ruckte. Aus einer Petition des Dominikaners Blasio de Litio (ein Vertrauter Skanderbegs) an Papst Pius II. vom 4. August 1459 geht hervor, dass das unmittelbare Hinterland von Durres [Anm. 8] durch die jahrelangen Plunderungen der Osmanen erschopft war; die Kirche und ihre Vertreter waren die Hauptleidtragenden und die Kloster und Gotteshauser waren dem Verfall preisgegeben. Es fehlte an Priestern und der Glaube war vom Untergang bedroht. [17] Skanderbeg und Leke Dukagjini waren erbitterte Feinde und das politisch zersplitterte Albanien war den Osmanen nahezu schutzlos ausgeliefert.

Wenige Tage nach der bereits erwahnten Petition des Dominikaners Blasio de Litio wurde dieser von Pius II. mit der Reorganisation des Ordens beauftragt, deren Ausgangspunkt Durres sein sollte. Mit zwei oder drei weiteren Ordensbrudern sollte er in Albanien bis zum Schwarzen Drin im Osten, in Raszien und Serbien im Norden (nicht aber in Venedig) und in anderen an die Osmanen grenzenden Landern den dort lebenden Glaubigen tatkraftige Hilfe leisten, den Kreuzzug predigen, den Abtrunnigen und Uberlaufern zu den Osmanen schwere Strafen androhen und den auch unter Christen weit verbreiteten Aberglauben ausrotten. [18]

Kirchensynode und Constitutiones

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Als der Erzbischof von Durres Pal I. Engjell bei einer apostolischen Visitation in der Diozese Lisiensis [Anm. 9] [19] im Kreis Mat feststellte, dass die Bemuhungen der Dominikaner kaum Fruchte getragen hatten und das kriegszerstorte Land einer grundlegenden Reform bedurfte, berief er im Spatherbst des Jahres 1462 in der Dreifaltigkeitskirche von Stellushi bei Burrel im Kreis Mat eine Kirchensynode ein. Anwesend waren neben dem Bischof von Lisiensis Andreas, die Abte, Rektoren, Funktionare und alle Priester. [20]

Im Jahr 1915 entdeckte der rumanische Historiker Nicolae Iorga ein Manuskript aus dem 16. Jahrhundert [Anm. 10] , das in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt wird und aus dem hervorgeht, dass Pal I. Engjell am 8. November 1462 die ? Constitutiones “ verfasst hat. Mit allen Mitteln bemuhte sich Pal I. um die Ruckfuhrung der Bevolkerung in den Schoß der katholischen Kirche und durch die Verhangung von Geldstrafen (5 bis 20 Hyperpyron ) die kirchliche Ordnung zu sichern. [21] [22]

Alle Beschlusse der Synode zielten darauf ab, das kirchliche Leben in einer Zeit großer Not in geordnete Bahnen zu lenken. So war z. B. die Taufe sterbender Kinder in Privathausern zumindest in der albanischen Umgangssprache zulassig: ? unte paghesont premenit atit et birit et spertit semt [Anm. 11] [23] , die erste nachgewiesene Schrift in Albanisch .

In diesem Sinne erließ der Erzbischof im November 1464 im Benediktinerkloster St. Theodor ? de Elohiero “ bei Durres die Statuten des Domkapitels von Drisht. [Anm. 12] [24]

Berater und Gesandter Skanderbegs

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Portrat von Skanderbeg, Dimityr Dobrowitsch in der bulgarischen Nationalgalerie (1870)

Pal I. war laut Oliver Jens Schmitt von der antiken Vergangenheit der Hafenstadt Durres beeindruckt, hatte neben Latein auch Griechisch gelernt [25] , die antiken Klassiker gelesen, stand in engem Kontakt zum italienischen Renaissance - Humanismus und war eine angesehene Personlichkeit der romischen Kurie . [6] Bei seinen Landsleuten genoss er hochstes Ansehen und galt als wahres Orakel . [6] Pal I. Engjell, der ab 1464 Berater und Gesandter Skanderbegs war und von diesem den italienischen Fursten empfohlen wurde, hatte auch klare Vorstellungen vom Kampf gegen die Osmanen. Dafur wandte er sich der Befestigung der Hafenstadt Durres zu und bot dem venezianischen Bailo von Durres 8.000 Arbeiter an. [26]

Wie Pals Vorganger Georgius Pelino († nach 20. Oktober 1463), der Abt der Abtei der Heiligen Maria von Ratac , begab er sich nach Ragusa , an die Hofe von Mailand und Neapel und war als Vermittler zwischen seinem Auftraggeber und der Republik Venedig tatig. [6]

Als ?intimer Berater und Botschafter“ [Anm. 13] Skanderbegs begab sich Pal I. Engjell mit Alessio Albanese Anfang Juni 1464 an den Hof von Francesco Sforza, um diesen um Hilfe fur den Krieg gegen die Osmanen zu bitten. Der Herzog konnte aber außer aufmunternden Worten nur mit einigen Hoflichkeitsgeschenken, wie ?drei Panzerhemde fur seinen Herrn (Skanderbeg)“ beitragen. [27] [28]

Holzschnitt mit Darstellung der Schlacht Ohrid (1464) von Jost Amman (1587)

Die Venezianer hatten volles Vertrauen zum Erzbischof von Durres und sahen in ihm den Mann der Versohnung mit Skanderbeg. [Anm. 14] Einem Bericht des venezianischen Generalgouverneurs in Albanien, Gabriele Trevisan, an den venezianischen Senat vom 25. Juli 1465 [Anm. 15] [29] ist zu entnehmen, dass Pal I. weder Muhen noch Kosten scheute, da er zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere zehntausend Dukaten ausgegeben haben soll. [Anm. 16] [29] Durch seinen Einsatz im Kampf gegen die Osmanen hatte er Skanderbeg zum erneuten Ubertritt ins christliche Lager, zur Bindung an die venezianische Signoria (20. August 1463) und zur Wiederaufnahme des Krieges gegen die Osmanen ( Schlacht von Vaikal im April 1465, Schlacht von Ohrid am 14.?15. September 1464, Schlacht von Mecad im Juni 1465) bewogen, mit denen er am 27. April 1463 Frieden geschlossen hatte. [30]

Osmanische Invasion

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Zu Beginn des Jahres 1466 wurde in den europaischen Staaten bekannt, dass Sultan Mehmed II. , der Eroberer, gewaltige Vorkehrungen zu Wasser und zu Lande traf, die auf ein groß angelegtes Unternehmen hindeuteten. So fragten sich die europaischen Staaten, wo die Osmanen im Sommer zuschlagen wurden: ? Die einen meinten Albanien, die anderen Negroponte und wieder andere Belgrad , […] Bosnien oder Ungarn . [31]

Skanderbeg wurde vom osmanischen Großwesir Mahmud Pascha daruber informiert, dass Mehmed II. ihn bis Mitte April personlich in seinem Land aufsuchen werde; Ziel der Osmanen war es, den Rebellen Skanderbeg endgultig in die Knie zu zwingen. [32]

Gjon II. Kastrioti von Pietro Cavoti (1851)

Im osmanischen Sofia war gegen Ende des Winters ein Heer unter dem Kommando von Mehmed II. zusammengezogen worden [Anm. 17] , das von dort uber Skopje [Anm. 18] , wo sich weitere Einheiten anschlossen und dann uber Monastir plundernd und brandschatzend nach Westen zog. [33] Der Vormarsch der Osmanen traf die ausgedehnten Besitztumer des Erzbistums Durres mit besonderer Wut und Pal I. Engjell sah viele seiner Guter in Flammen aufgehen. Was er nach Durazzo retten konnte, beschlagnahmten die unter Druck geratenen venezianischen Behorden, gaben es ihm aber nach dem Krieg wieder zuruck. [Anm. 19] [34] [35]

Befurchtungen, dass die Osmanen im Sommer gegen das venezianische Albanien ziehen konnten, wurden Anfang Februar in Venedig laut. [Anm. 20] [36] Im Marz 1466 beschloss der venezianische Senat, der vom ? misser lo arcivescovo de Durazzo “ (Herr Erzbischof von Durres) uber alles informiert worden war, Skanderbeg jede erdenkliche Hilfe in Form von Soldaten und Geld zukommen zu lassen. [Anm. 21] [37]

Im April 1466 hielt sich Pal I. Engjell als Gesandter Skanderbegs in Venedig auf, um dessen Forderungen vorzubringen, ihm den Oberbefehl uber die venezianischen Truppen in Albanien zu ubertragen und seinen Sohn Gjon II. zu seinem Untergebenen zu machen, was akzeptiert wurde. [38]

Am 12. April war Mehmed II. nur noch sechs Meilen von den Grenzen Skanderbegs entfernt, wie dieser in einem Brief nach Venedig berichtete [39] und Mitte Juni wusste Venedig mit absoluter Sicherheit, dass Albanien angegriffen werde und der Sultan dort eingetroffen war. [33] Ende Mai erreichte Rom die Nachricht, dass die Osmanen mit 30.000 Mann auf dem Vormarsch seien. [33]

Kap Rodoni mit den Uberresten der mittelalterlichen Festung Skanderbegs

Als Mehmed II. mit der Hauptstreitmacht vor der Stadt Kruja eintraf, begann die Belagerung der Festung von Kruja , die jedoch nur geringe Fortschritte zu verzeichnen hatte. Die Starke der Mauern und der Kampfesmut der venezianisch-neapolitanisch-albanischen Besatzung (1.800 Mann) [Anm. 22] hielten allen Angriffen stand, zumal Skanderbeg, der bei Kap Rodoni ein befestigtes Lager bezogen hatte, die Belagerer Tag und Nacht im Rucken beunruhigte. [40]

Kurz nach Ausbruch der Kampfe schickte Skanderbeg seine Familie, vor allem seinen Sohn Gjon II., seine Frau Andronika und seine Schwester Mamica (Witwe von Muzaka Thopia [41] ), sowie seine bewegliche Habe ins Konigreich Neapel . [42] [43] Ihm selbst und seiner Familie war bereits im Herbst 1463 von Venedig auf den Inseln Hvar und Kor?ula und im April 1466 von Ragusa auf der Insel Mljet Asyl gewahrt worden. [Anm. 23] [44]

Anfang Juni musste Mehmed II. erkennen, dass er die Festung von Kruja nicht einnehmen konnte; zudem machte sich der Mangel an Nahrungsmitteln in dem zerstorten Land bemerkbar, so dass bereits am 2. Juni in Brindisi Geruchte kursierten, er plane den Ruckzug . [45] Kurze Zeit danach ubergab der Sultan mit dem Geheiß ?nicht eher von der Stelle zu weichen, als bis er die Festung entweder mit Waffengewalt oder durch Aushungerung zur Ubergabe gezwungen habe“ dem albanischstammigen osmanischen Militaroffizier und Sandschakbey von Ohrid , Balaban Pascha [Anm. 24] , das Kommando und zog wutend nach Suden, wobei er in der Landschaft Cedhin 8.000 Manner, Frauen und Kinder totete. Die Belagerung von Kruja endete im Fruhjahr 1467, als Balaban durch einen Pfeilschuss in die Kehle schwer verwundet wurde und noch am Tage der Schlacht (22. April 1467) starb. [46]

Die Uberreste der mittelalterlichen Festung von Elbasan

In der Zwischenzeit hatte Mehmed II. in der Ruinenstadt Valmi (auch Valma, Valme) in nur 30 Tagen eine gewaltige Festung errichten lassen, die er Elbasan nannte, was auf Turkisch ?starke Festung“ bedeutet. [47] Von diesem Stutzpunkt aus, der als Versorgungszentrum gedacht war, sollte das noch christliche Mittel- und Nordalbanien angegriffen werden. [48] Die Gefahr, die von Elbasan ausging, war Skanderbeg sehr wohl bewusst, sodass er Pal I. Engjell im August 1466 beauftragte, den venezianischen Senat darauf aufmerksam zu machen. [49]

Weitere Nachrichten uber die Aktivitaten des Erzbischofs wurden bekannt, als er am 26. Oktober 1467 zusammen mit Skanderbegs Sohn Gjon II. vor dem venezianischen Senat erschien, um die Versorgung Krujas und Hilfe bei der Befestigung der Burg Rodoni, in der sich Skanderbeg verschanzt hatte, zu erbitten. Die Senatoren vertrosteten die beiden Bittsteller mit dem Hinweis auf die Jahreszeit. [50] [51]

Die folgenden Monate verbrachte Pal I. Engjell in Venedig, wo ihn die Nachricht von Skanderbegs Tod (17. Januar 1468) erreichte. [52]

Nach Skanderbegs Tod

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Denkmal fur Pal I. Engjell in dem von Arbereshe gegrundeten Ort Civita , Provinz Cosenza

Die Nachricht von Skanderbegs Tod erreichte Venedig vor dem 13. Februar 1468 (nach dem venezianischen Kalender am 13. Februar 1467), als sich ganz Albanien in großer Aufruhr und Angst befand. Der Senat betrachtete den Erzbischof von Durres als eine sehr umsichtige Person, die uns und unserem Staat treu ergeben ist und sollte, wenn moglich schon am nachsten Tag nach Albanien zuruckkehren, um seinen Einfluss auf Skanderbegs Witwe, seinen Sohn, seine Gefolgsleute und Untertanen geltend zu machen und zu versuchen, etwas Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Der Senat bewilligte dem Erzbischof zirka 220 Dukaten, die ihm die Republik schuldig zu sein schien und beschloss, ihn mit der Zusicherung einer guten Belohnung auf die Reise zu schicken. Sie wollten, dass er mit Francesco Capello, dem neu ernannten venezianischen Provveditore in Albanien zusammenarbeitete, wohin sie auch beschlossen, weitere 200 Infanteristen und 100 Artilleristen zu entsenden. [Anm. 25] [53]

Mit dem Tod Skanderbegs verschwand der Erzbischof von Durres von der diplomatischen Buhne. Venedig stand nun alleine da und die albanischen Herren traten in Venedig nur noch als abhangige Bittsteller und Fluchtlinge in Erscheinung. [54]

Laut Oliver Jens Schmitt starb Pal I. Engjell vor dem 24. Marz 1469, dem Datum einer Eingabe nicht vom Erzbischof Pal I. Engjell, sondern von Gjon Strez Maramonte (bekannt als Bal?i?), dem ehemaligen Herrn von Misia, in der die Grenzen des Staates Skanderbeg festgelegt wurden. [55]

Der neue Erzbischof von Durres wurde am 5. Mai 1469 Nikolaus (Barbuti). [16]

Familienverhaltnisse

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  • Andrea I. († 1451) ? Dona Thia (Dorothea)
    • Pal I.
    • Pjeter I. (ital. Pietro, * 1435; † 1511) ? Lucia Span [Anm. 26] , die Tochter von Alexis Span , Herr von Drisht [56]
      • Alessio († vor 1545 im Krieg gegen die Osmanen )
      • Paolo II. († 1573), Pfarrer von Briana, Fraktion von Noale
      • Giovanni Demetrio († 1571) ? Francesca Magna
        • Pietro II. (1592) Bevulla ? Lucrezia Bevulla (lat. Bevulca)
        • Giovanni Andrea (*20 mar 1569; † 1592)
        • Giacomo Antonio († nach 1610)
      • Andrea II. († 1581)
      • Girolamo I. (Geronimo; † 1591) ? Orsola (Ursula) Bini (oder Baruzzi)
        • Michele Leone Salvatore (* 25. Februar 1557; † 14. Juli 1623) ? Lucietta Micheli († 1614)
        • Leone † (1591)
        • Pietro III.
        • Andrea III. (* 29. Juni 1578; † 1644) ? ? [Anm. 27]
          • Girolamo II. ? ?
            • Laura († 1756)
          • Pietro IV. (starb jung)
          • Giovanni Andrea († 8. April 1703) ? ? Mandicardi
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  • Augustin Theiner : Vetera monumenta historica Hungariam sacram illustrantia . Band   II . Typis Vaticanus, Rom 1860 ( google.de ).
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  • Ludwig Georg Voigt: Enea Silvio de' Piccolomini als Papst Pius der Zweite, und sein Zeitalter . Band   IV . Georg Reimer, Berlin 1863 ( google.de ).
Commons : Category:Engjell (Familie)  ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. ?Drivasto war keine reiche Siedlung. In den venezianischen und ragusanischen Quellen wird es nicht als Markt- und Handelsplatz erwahnt. Der Weg von der Kuste hinauf in das Bergnest galt als muhsam; nicht umsonst mussten die Drivastiner sich verpflichten, die venezianischen Podesta mit Gefolge von deren Ankunft an der Bojanamundung bis in ihren Heimatort auf schweren Wagen zu befordern.“
    Drisht gehorte zu Dioklitien (622?1217), zu Serbien (1217?1346), dann den Bal?i? (1356?1392), den Osmanen (1392?1395), den Bal?i? (1395?1396), den Venezianern (1396?1419), den Bal?i? (1419?1421), den Serben (1421?1440), den Osmanen (1440?1442), den Venezianern (1442?1478) und ab 1478 den Osmanen. Heute gehort die Stadt zu Albanien. (Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus, Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , S. 132 f.)
  2. von ?messere“ (mio signore = Mein Herr) ( messere. Treccani,it, abgerufen am 12. Juni 2023 . )
  3. ?Paulus Angelus […] Erat hic archiepiscopus Epirota ex Driuasto urbi oriundus/Andree Angeli filius […].“ (Marinus Barletius, Historia de vita et gestis Scanderbegi … , 1510, S. CXXXVI.)
  4. ?[…] Constantinopoli adolcscentiam transegi […] Capta a Turcis urbe annus 1453 in Epirum secessit […].“ (Daniele Farlati, Illyrici sacri … , Band VII, 1817, S. 372.)
  5. ?Am 14. Januar 1460, nach feierlichem Hochamt, wurde die papstliche Bulle verlesen, die den Turken den Krieg ankundigte.“ (Ludwig Georg Voigt: Enea Silvio de' Piccolomini als Papst Pius der Zweite … , Band IV, 1863, S. 105 ff.)
  6. ? Die Jurisdiktion des Erzbischofs von Durazzo erstreckte sich vornehmlich uber Mittelalbanien; der ihm nominell ebenfalls unterstellte Suden (um Vlora ) war seit jeher uberwiegend orthodox gepragt und zudem seit 1417 endgultig unter osmanischer Herrschaft geraten. “ (Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 143.)
  7. Durres gehorte von 1204 bis 1213 und von 1392 bis 1501 zu Venedig.
  8. ?[…] quod terre et dominia dilecti filii Nobilis viri Georgii Scanderbech principis Croye, et aliarum partium Albanie cum perfidis Turchis confinancia per eosdem Turchos adeo proh dolor sunt invasa, et tam in Dei sanctuariis et dedicatis ecclesiis, quam Christicolis et eorum structuris depopulata fuere, quod fructus, redditus et proventus ecclesiastici sunt inibi plurimum diminuti, et adeo pauci, immo quasi nulli restant, qui populo verbum Dei seminare et libere valeant, et velint predicare, quodque propterea Christifidelium ibidem tepescit devotio, ac in peccatis suis insordescunt, hereses instaurantur […].“ (Augustin Theiner: Vetera monumenta historica Hungariam sacram illustrantia , Band II., 1860, S. 332.)
  9. Die Diozese Lisiensis (auch Lixien, Lissanen, albanisch   Lisit ) gehorte zum Erzbistum Durres und wurde Anfang des 16. Jahrhunderts unterdruckt.
  10. Im 16. Jahrhundert setzten die Nachkommen von Pjeter I. Engjell (Bruder des Erzbischofs Pal I. Engjell) alles daran, ihre aristokratische Abstammung zu beweisen und legten zu diesem Zweck auch falsche Dokumente und papstliche Bullen vor. (Filippo Musenga, Dissertazioni critiche su passi piu controversi, che si incontrano nella vita di Costantino il Grande …, Tomo II, 1770; Nicolae Iorga, Notes et extraites per servir a l'histoire des croissades au XV siecle, 1915; Paolo Petta, Despoti d'Epiro e principi di Macedonia. Esuli albanesi nell'Italia del Rinascimento, 2000, S. 207 ff.; Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000; Guy Stair Sainty: The Constantinian Order of Saint George , 2019.)
  11. ?On regle la formule du bapteme, la maniere dont les parents peuvent baptiser leurs enfants mourants, dicendo saltim in vulgari albanico: unte paghesont premenit atit et birit et spertit semt“. (Nicolae Iorga, Notes et extraites per servir a l'histoire des croissades au XV siecle , 1915, S 195.)
    In der heutigen Rechtschreibung: Une te pagezoj ne emer te Atit, e te Birit, e te Shpirtit te Shenjte (Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes).
  12. Statuta et ordinationes ecclesiae cathedralis Drivastensis in Albania … per Paulum Angelum archiepiscopum Dyrrhachiensem et Illyricae regionis iudicem publicata Dyrrhachii in monasterio s. Theodori de Elohiero (!) ordinis s. Benedicti (Ludwig Thalloczy: Illyrisch-Albanische Forschungen , Band I, 1916, S. 243.
  13. ?consigliere intimo [...] ambasciatore di Scanderbeg“ (Francisc Pall: ?I rapporti italo-albanesi intorno alla meta del secolo XV“, 1966, S. 133.)
  14. Der Albanisch-venezianische Krieg (1447?1448) endete zum Vorteil beider Parteien am 4. Oktober 1448 mit dem Friedensvertrag von Lezha . Kurze Zeit danach bat Skanderbeg den venezianischen Senat um Aufnahme in den Schutz der Republik und verpflichtete sich dazu, Venedig den Tribut von 6.000 Dukaten pro Jahr zu zahlen, den er dem Sultan als dessen Vasall schuldete. Die Antwort Venedigs vom 21. April 1449 war negativ: Venedig befand sich im Frieden mit dem Sultan und konnte oder wollte daher Skanderbeg nicht als seinen Schutzling und Vasallen akzeptieren. Als Skanderbeg 1449 Svetigrad und Anfang 1450 Berat an die Osmanen verlor und das osmanische Heer im Mai 1450 vor den Toren Krujas stand, versuchte Skanderbeg die Burg an Venedig zu verkaufen (Fruhjahr 1450), was die Republik ablehnte. Venedig gratulierte Skanderbeg zum Ende der Belagerung (23. November 1450), bat ihn jedoch Kruja fur sich zu behalten und versicherte ihm, dass die Republik bereit sei, als Vermittler bei einem Friedensvertrag mit dem Sultan zu fungieren.
    Nachdem Venedig Skanderbegs Bitten auf Schutz und Hilfe zweimal abgelehnt hatte, wandte sich Skanderbeg an Alfons I. , Konig von Neapel , der ihn als seinen Vasallen akzeptierte ( Abkommen von Gaeta ), was der Republik uberhaupt nicht gefiel. Venedig widerrief seine jahrliche Apanage von 1.400 Dukaten und forderte ihre Provveditoren auf albanischem Gebiet auf, ihm Schwierigkeiten zu bereiten und Grenzzwischenfalle zu verursachen. Skanderbegs Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn er uberfiel die venezianischen Gebiete von Durres, Lezha, Drisht, Dagnum und Shkodra. Es begann ein nicht erklarter Krieg, der bis 1463 andauerte, als Venedig Skanderbeg in ihrem Krieg gegen die Osmanen benotigte ( Zweiter Osmanisch-Venezianischer Krieg ). (Fan Stylian Noli: Scanderbeg , 1993.)
  15. ?Nos Gabriel Triuisano […] ad quos presentes aduenerint notum facimus […] Albaniam petiuimus expeditioni contra turchos hac via prouisuri Reverendum in christo patrem et dominum dominum Paulum Angelum Archiepiscopum dyrrhachiensem […] Nam is consilio et opera sua effecit vt Jllustris dominus Scandarbey turchis bellum intullerit cum quibus iam pacem inierat ac nostro dominio amore federeque se strinxerit, is nostro rogatu bis Italiam proprijs sumptibus petijt Orator domini Scandarbey memorati ad Serenissimum Regem Ferdinandum et semel ad Jllustrem dominum ducem mediolanj […].“ (Oliver Jens Schmitt: Actes inedits concernant Venise… , 1999, S. 267.)
  16. ?[…] per totam dalmatiam et venetias hac tempestate viget nec expensas labores vitat Omnibus his itineribus proprijs expensis militando que non dubitamus ascendere ad decemmillia ducatos […].“ (Oliver Jens Schmitt: Actes inedits concernant Venise… , 1999, S. 267.)
  17. ?[…] perche si divulga, chel Turcho he ala Sophia, dove reduna tuto lo suo hoste per venir in Albania contro Scanderbecho […].“ (Jovan Radoni?: Djuradj Kastriot Skenderbeg i Arbanija u XV veku: istoriska gradja , 1942, Dokument Nr. 313, S. 181.)
  18. ?Lo prefato Turcho secondo ho [Gherardo de Collis] inteso da Ragusey [Ragusa] e da altri he partito con la sua persona [Mehmed II.] da la Sophia et si e aproximato piu in qua versso l’Albania in uno paese chiamato Scopia [Skopje] […].“ (Oliver Jens Schmitt: Skanderbegs letzte Jahre… , 2004, Dokument Nr. 1, S. 99.)
  19. ?Der venezianische Senat ordnete am 25. August 1466 die Ruckgabe des beschlagnahmten Besitzes des Erzbischofs von Durazzo an, der wahrend der Invasion des Sultans den großten Teil seines Vermogens verloren hatte. Et quia per aduentum eiusdem turchi omnes ferme Jntroitus suos amisit et id parum quod superest nostri dominij Jmperato sequestratum est Ex quo per litteras suas humiliter supplicat vt illos pro sustentatione sua et familie sue permittere dignemur.“ (Oliver Jens Schmitt: Actes inedits concernant Venise… , 1999, S. 280.)
  20. ?Per ea que diuersimode ad nos delata sunt esse posset quod turchus estate proxima aut ueniret aut mitteret ad illas partes exercitum suum [gemeint war Shkodra].“ (Oliver Jens Schmitt: Actes inedits concernant Venise… , 1999, Dokument Nr. 19, S. 270.)
  21. ?[…] finalmente havemo deliberato mandar fanti III cento [300] […] Havemo etiam deliberato mandar e tutavia nuy mandemo a le mano del provededor nostro ducati III milla [3000] cum ordene et comandamento, che lui conduchi de le zente paezane a cavalo, perche siano in ogni bizogno ai favori de le cosse de la vostra magnificentia e nostre. […] Mandemogli etiam denari per sovencion de quelle zente, si da cavalo come da pie, sono de li. […] Havemo preterea fato assignar a misser l'arcivescovo 4 bombardelle, 10 spingarde e barilli 20 de poJvere per munition de quella terra vostra. […]“. (Jovan Radoni?: Djuradj Kastriot Skenderbeg i Arbanija u XV veku: istoriska gradja , 1942, Dokumento Nr. 312, S. 180.)
  22. ?Ende Mai 1466 waren 100 venezianische Infanteristen in die gut mit Lebensmitteln versehene Burg eingeruckt. Am 29. Mai langten 200 neapolitanische Schutzen, die sich am 24. desselben Monats in Trani eingeschifft hatten, im venezianischen Hafen Dulcigno an, vermochten aber zunachst nicht nach Kruja zu ziehen, da osmanische Streifscharen bereits um die Burg schwarmten. Schließlich gelang es Skanderbeg doch, die Neapolitaner durch die osmanischen Linien zu bringen. Die alte Starnmburg Skanderbegs wurde so nicht nur von venezianischen, sondern auch von neapolitanischen Soldaten verteidigt, zu denen 1500 Manner Skanderbegs stießen.“ (Oliver Jens Schmit: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 265.)
  23. ?Die XVIII Aprilis 1466. Prima pars est de offerendo illustri domino Schenderbegho receptaculum pro familia sua in insula nostra Melite, prout alias fuit.“ (Jovan Radoni?: Djuradj Kastriot Skenderbeg i Arbanija u XV veku: istoriska gradja , 1942, Dokumento Nr. 314, S. 181.)
  24. ?Balaban Pascha (auch Balaban Vadera oder Badera, Ballaban), ein Bauernsohn aus dem Dorf Martanesh in Mati war ein Untertan von Skanderbegs Vater Gjon I. Kastrioti und wechselte, wie sein Herr, den Glauben und wurde Muslim . 1423 diente er auf der Festung Kruja und errichtete vor dem venezianischen Durres ein eigenes Zollamt . Wie Skanderbeg bekleidete er eine wichtige Position in der osmanischen Verwaltung des Sandschaks Albanien . Als sein Herr 1443 starb, blieb er dem Sutan treu. Zeitgenossischen Berichten zufolge machte er eine glanzende Karriere in der osmanischen Armee und war 1453 einer der ersten, die die Mauern von Konstantinopel sturmten. Balaban wurde durch einen Pfeilschuss in die Kehle schwer verwundet und starb noch am Tag der Schlacht.“ (22. April 1467) (Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 146 ff.)
  25. ?MCCCCLXVII. die 13 februarii. Sicut per litteras vicerectoris nostri Dyrachii intelligitur, mortuus est magnificus quondam Scandarbegus, ob cuius obitum universa illa provincia in magno tumultu et trepidatione est constituta; unde necessarium est providendum conservationi tam locorum prefati quondam domini Scandarbegi quam nostrorum; per la qual cosa e necessario provvedere alla conservazione di entrambi i luoghi gia menzionati da Lord Scandarbeg e del nostro; propterea vadit pars, quod cum omni possibili celeritate expediatur hinc, et in provinciam illam redeat reverendus dominus archiepiscopus Dyrachii, qui apud nos diu stetit orator nomine prefati quondam domini Scandarbegi, et est persona multum prudens et nobis statuique nostro fidelis et devota; habet preterea, et apud uxorem et filium ceterosque tam familiares quam subditos prefati quondam domini Scandarbegi creditum et auctoritatem, cuius presentia et consilio sperandum est, res illas facilius dirigi et stabiliri posse. Et quoniam reverenda paternitas sua babere debet, ut asserit, a nostro dominio ducatos circa 220, captum sit, quod denarii predicti eidem domino archiepiscopo dari debeant, et bonis verbis hortetur, ut alacriter vadat et operetur, sicut est consuetus, quoniam dominium nostrum erga eum utetur gratuitate, et ita ut laborum et fidelium operationum suarum merito poterit contentari.
    Et scribatur viro nobili Francisco Capello, qui profectus est provisor noster ad illas partes […]. Mittantur preterea quamprimum pedites ducentos et ballistarii ac sclopeterii centum sub illis comestabilibus et capitibus, […].
    Mittantur preterea quamprimum pedites ducentos et ballistarii ac sclopeterii centum sub illis comestabilibus et capitibus, […].“ (Simeon Ljubi?: Listine o odno?ajih izmedju ju?noga slavenstva i mleta?ke republike… , Band 10, 1891, S. 404 f.)
  26. ?Petro uxor fuit Lucia, Alexii Spani, nobilis Albani, filia ex Isabella seu Milizia Georgii Brankovitzii Serviæ Despotæ filia.“ (Carlos du Fresne: Historia byzantina duplici commentario illustrata... , 1860, S. 212.)
    Laut Charles du Fresne war Lucia die Tochter von Alessio Span, dessen Frau Isabella-Militza (auch Elisabeth, Elisabetta, Lizabeta oder Milica; serbisiert Jelisaveta-Militza) Brankovi? war; Isabellas Eltern waren Djorde II Stefanovi? Brankovi? (* ca. 1462; † 18. Januar 1516) und Isabella del Balzo ( † 1498), die wiederum die Tochter von Angilberto († 1491) und Antonia Sanseverino war. (Enciclopedia genealogica del Mediterraneo: Del Balzo (De Baux) , abgerufen am 4. Juni 2023).
    Somit war Lucia die Enkelin von Djorde (II) Stefanovi? Brankovi?, Urenkelin von Stefan Brankovi? (1417?1476) und Angelina (?1495), sowie Urenkelin von đurađ I. Brankovi? (1375?1456) und Eirene Kantakuzene .(Foundation for Medieval Genealogy: BRANKOVI?I 1427-1457 , abgerufen am 4. Juni 2023)
  27. Andrea III. war funfmal verheiratet und hatte mit seiner ersten und seiner funften Frau insgesamt zwei Kinder.

Einzelnachweise

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  1. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus. Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , Note 34, S. 139.
  2. Paolo Petta: Despoti d'Epiro e principi di Macedonia. Esuli albanesi nell'Italia del Rinascimento , S. 208.
  3. a b c Daniele Farlati: Illyrici sacri … , Band VII, 1817, S. 372.
  4. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 94 ff.
  5. a b Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 140.
  6. a b c d Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan, 2009, S. 97.
  7. Giuseppe Valentini, Matteo Sciambra, Ignazio Parrin: Papa Kalisti III, Skenderbeu, Shqiperia dhe Kryqezata: 1455?1458 , 2009, S. 238 f.
  8. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 134.
  9. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , Note 34, S. 144.
  10. Tiezheng Jin: Der Kongress von Mantua und die Oratorik , S. 47.
  11. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 15.
  12. Franz Babinger: Mehmed der Eroberer und seine Zeit. Weltensturmer einer Zeitenwende , S. 179.
  13. Oliver Jens Schmitt: Skanderbegs letzte Jahre… , 2004, S. 61.
  14. Franz Babinger: Mehmed der Eroberer und seine Zeit. Weltensturmer einer Zeitenwende, S. 124 f.
  15. Ludwig Thalloczy: Illyrisch-Albanische Forschungen , Band I., 1916, S. 244.
  16. a b c Conradum Eubel: Hierarchia Catholica Medii Aevi , 1817 S. 148.
  17. Augustin Theiner, Vetera monumenta historica Hungariam sacram illustrantia , Band II., 1860, S. 331 f.
  18. Augustin Theiner: Vetera monumenta historica Hungariam sacram illustrantia , Band II., 1860, S. 332.
  19. Conradum Eubel: Hierarchia Catholica Medii Aevi , 1817 S. 179.
  20. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , S. 147.
  21. Nicolae Iorga: Notes et extraites per servir a l'histoire des croissades au XV siecle , 1915, S. 194 ff.
  22. Fondo Ashburnham - 16. Jahrhundert, Pergament, 1167. Biblioteca Medicea Laurenziana, abgerufen am 12. Mai 2023 .
  23. Nicolae Iorga: Notes et extraites per servir a l'histoire des croissades au XV siecle , 1915, S. 195.
  24. Ludwig Thalloczy: Illyrisch-Albanische Forschungen , Band I, 1916, S. 243.)
  25. Marinus Barletius, Historia de vita et gestis Scanderbegi, Epirotarum principis , 1510, S. CXXXVI.
  26. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 146.
  27. Ludwig Thalloczy: Illyrisch-Albanische Forschungen , Band I., 1916, S. 243.
  28. Francisc Pall: I rapporti italo-albanesi intorno alla meta del secolo XV , S. 133 f.
  29. a b Oliver Jens Schmitt, Actes inedits concernant Venise… , 1999, S. 267.
  30. Fan Stylian Noli: Scanderbeg , 1993, S. 135.
  31. Franz Babinger: Mehmed der Eroberer und seine Zeit. Weltensturmer einer Zeitenwende , S. 269 f.
  32. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 155.
  33. a b c Franz Babinger, Mehmed der Eroberer und seine Zeit. Weltensturmer einer Zeitenwende , 1959, S. 270.
  34. Oliver Jens Schmitt: Actes inedits concernant Venise …, 1999, S. 280.
  35. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 156.
  36. Oliver Jens Schmitt, Actes inedits concernant Venise… , 1999, Dokument Nr. 19, S. 270.
  37. Jovan Radoni?: Djuradj Kastriot Skenderbeg i Arbanija u XV veku: istoriska gradja , 1942, Dokumento Nr. 312, S. 180.
  38. Jovan Radoni?: Djuradj Kastriot Skenderbeg i Arbanija u XV veku: istoriska gradja , 1942, Dokumento Nr. 316, S. 182.
  39. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 265.
  40. Franz Babinger: Mehmed der Eroberer und seine Zeit. Weltensturmer einer Zeitenwende , S. 270 f.
  41. Fan Stilian Noli, George Castrioti Scanderbeg (1405?1468) , 1947, S. 124.
  42. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 264.
  43. Oliver Jens Schmitt: Skanderbegs letzte Jahre… , 2004, S. 85.
  44. Jovan Radoni?: Djuradj Kastriot Skenderbeg i Arbanija u XV veku: istoriska gradja , 1942, Dokumento Nr. 314, S. 181.
  45. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 266.
  46. Oliver Jens Schmitt: Skanderbegs letzte Jahre… , 2004, S. 90.
  47. Franz Babinger: Die Grundung von Elbasan , 1931, S. 97.
  48. Oliver Jens Schmitt: Skanderbegs letzte Jahre… , 2004, S. 98.
  49. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 270.
  50. Oliver Jens Schmitt: Skanderbegs letzte Jahre… , 2004, S. 96.
  51. Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan , 2009, S. 287.
  52. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , 2000, S. 159.
  53. Simeon Ljubi?: Listine o odno?ajih izmedju ju?noga slavenstva i mleta?ke republike… , Band 10, 1891, S. 404 f.
  54. Oliver Jens Schmitt: Paul Angelus - Erzbischof von Durazzo und seine Bedeutung , Note 34, S. 159.
  55. Oliver Jens Schmitt: Actes inedits concernant Venise… , 1999, S. 297.
  56. Teuta Shala-Peli: Aleks Spani, Vojvoda i Novoberdes (Aleks Spani, Woiwode von Novo Brdo ), Note 16, S. 22.