Bob Kane

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Bob Kane
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Bob Kane (eigentlich Robert Kahn ; * 24. Oktober 1915 [1] [2] in New York ; † 3. November 1998 in Los Angeles ) [3] war ein US-amerikanischer Comiczeichner , -autor und -redakteur. Zusammen mit Autor Bill Finger schuf er 1939 fur DC Comics den bekannten klassischen Superhelden Batman . 1994 wurde er fur sein Wirken in die Jack Kirby Hall of Fame aufgenommen, 1996 in die Ruhmeshalle des Eisner Award .

Kane war Sohn von Hermann Kahn, Graveur bei der Druckerei der New Yorker Daily News , und Augusta Kahn. Das Kind judischer Einwanderer wuchs in der Bronx auf und zeigte fruh Interesse am Zeichnen. Unterstutzt von seinem Vater schloss er die DeWitt Clinton High School ab und ging danach zum Commercial Art Studio in Manhattan. In seiner Schulzeit freundete er sich mit Will Eisner an. [4] 1933, im Alter von 18 Jahren, anderte Kahn seinen Namen in Bob Kane. Nach einem Jahr brach er die Ausbildung beim Art Studio ab, um seine Familie zu unterstutzen. [3]

Nachdem er eine Zeit lang in einer Textilfabrik gearbeitet hatte, ging Kane 1934 zu den Fleischer Studios und zeichnete dort fur die Trickfilmreihe Betty Boop . [5] Danach zeichnete er fur Will Eisners und Jerry Igers Eisner & Iger Studio Comicstrips und Einseiter, der erste davon die Serie Hiram Hick . [6] Danach ging er zu National Publishing, den spateren DC Comics , und arbeitete fur diese zunachst am Comicstrip Rusty and His Pals . Nach dem Erfolg von Superman wurde Kane gemeinsam mit Bill Finger beauftragt, einen weiteren Superhelden zu erfinden. Als Ergebnis erschien im Mai 1939 der erste Comic mit Batman in der Heftserie Detective Comics . Mit der Zeit wurden die Geschichten um den Superhelden um weitere Figuren erganzt, so zunachst Robin (1940) sowie viele Antagonisten. Bis 1943 zeichnete er den Großteil der in den Heften von DC erschienen Batman-Comics. [3]

Ab 1943 zeichnete Kane fur die drei Jahre laufende Comicstrip-Serie zu Batman. In den Heften, auch wenn er noch als Schopfer auf dem Titel stand, wurde er von Dick Sprang als Hauptzeichner abgelost. In den 1940er Jahren heiratete Kane seine erste Frau, mit der er eine Tochter hatte, ehe sie sich in den spaten 1950er Jahren trennten. Als die Popularitat von Batman durch die Fernsehserie Batman ab 1966 wieder zunahm, reiste Kane durch die Vereinigten Staaten und zeichnete die von ihm geschaffenen Figuren bei Auftritten. [3]

1986 heiratete Kane ein zweites Mal. 1989 war er an der Verfilmung Batman beratend beteiligt. [3]

Geschaffene Figuren

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Kane schuf Batman 1939 inspiriert von einer fruhen Filmversion des maskierten Zorro , gespielt von Douglas Fairbanks , einem Ornithopter -Entwurf von Leonardo da Vinci und dem mysteriosen Superschurken The Bat der Schriftstellerin Mary Roberts Rinehart . [7] Die Figur war zunachst als Antiheld ausgelegt, der aus dem Motiv der Rache ? seine Eltern wurden bei einem Uberfall erschossen ? heraus Verbrecher jagt und totet. Dabei wird Batman selbst von der Polizei verfolgt. [8] Die erste Geschichte erschien in Detective Comics Nr. 27 im Mai. Ebenfalls seinen ersten Auftritt hatte in diesem Heft Commissioner Gordon, der von da an haufig in Geschichten mit Batman auftaucht. [3]

Mit der Erfindung von Robin, der ein ahnliches Schicksal wie Batman hat und ihm ein Partner wird, werden die Geschichten weniger duster. Die Inhalte maßigen sich und Batman wird auch von der Polizei als Kampfer gegen das Verbrechen anerkannt. [9] [8] Nachdem Kane und Finger Batman Robin zur Seite gestellt hatten, erfanden sie eine Reihe von Antagonisten, gegen die die beiden immer wieder antreten sollten. Die bedeutendsten unter diesen Schopfungen sind Clayface , Catwoman , der Pinguin und der Joker . [3]

Bewertungen des Werks

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Laut Richard Reynolds brachte Kane ?mit seinem dramatischen Einsatz von Licht und Schatten und filmischer Erzahlweise“ in Batman ?eine neue Atmosphare in den Comic“. [9] Zwar wird Kane fur die dustere Atmosphare, die er mit seinen Geschichten erzeugt, gelobt, Jim Steranko kritisiert aber, Kanes Stil habe ?strukturelle Mangel“ und seine Figuren wirkten ?steif und unrealistisch“. Doch sei dies den Geschichten eher forderlich als abtraglich, da es gut zur dusteren Romantik der Serie passe. [3] Der amerikanische Zeichner Jerry Robinson sagte in einem Interview, Kanes zeichnerisches Konnen sei von vielen nicht anerkannt worden. Sein besonderes Flair sei, dass seine Zeichnungen einfach sind, aber trotzdem innerhalb des Comics funktionieren. Zudem ?kannte er sich nicht sehr gut mit Perspektive und Anatomie aus, also musste er improvisieren“. [10] Laut Andreas C. Knigge schafft Kane die Atmosphare der Geschichten mit seinen ?dichten Zeichnungen, deren Perspektiven und Schatteneffekte an den Expressionismus des deutschen Stummfilms erinnern.“ [8]

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Einzelnachweise

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  1. Bob Kane in der Datenbank Find a Grave , abgerufen am 26. September 2023 (englisch). Siehe dort das Geburtsjahr auf dem Grabstein.
  2. Britannica.com
  3. a b c d e f g h Salvatore Mondello: Bob Kane. In American National Biography: Supplement 2. Oxford University Press, 2005, via Google , S. 302 f.
  4. Simcha Weinstein: Up, Up, and Oy Vey! (1. Auflage). Leviathan Press, 2006. ISBN 978-1-881927-32-7 .
  5. Chris Ryall, Scott Tipton: Comic Books 101: The History, Methods and Madness . Impact Books, 2009. ISBN 978-1-60061-187-2
  6. Joe Desris: Biography. Batman Archives, Volume 3 . DC Comics, 1994. S. 223. ISBN 1-56389-099-2 .
  7. Les Daniels: Batman: The Complete History . Chronicle Books, 1999. ISBN 0-8118-4232-0 , S. 18?20.
  8. a b c Andreas C. Knigge: Comics ? Vom Massenblatt ins multimediale Abenteuer. Rowohlt, 1996.S. 118?120.
  9. a b Paul Gravett (Hrsg.) und Andreas C. Knigge (Ubers.): 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zurich 2012, Edition Olms, S. 111.
  10. Interview mit Jerry Robinson, The Comics Journal #271